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Ursachen Tetanus

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Ursachen

Erreger des Wundstarrkrampfs ist das Bakterium Clostridium tetani, das zu den sogenannten gram-positiven, stäbchenförmigen Bakterien zählt. Seine Besonderheit liegt darin, dass es sich nur in Abwesenheit von Sauerstoff vermehren kann, aber in einer nicht aktiven Sporenform auch an der Luft längere Zeiträume überstehen kann. In der Natur liegen je nach Umgebungsbedingungen sowohl aktive Bakterien als auch deren inaktive Sporen vor. Sie sind dort weit verbreitet. Im Erdreich, im Wasser, im Straßenstaub sowie an Pflanzen und Tieren kommen sie vor. Außerdem sind sie auch natürliche Bestandteile der menschlichen sowie tierischen Haut- und Darmflora und damit uns näher als uns unter Umständen lieb sein kann. Gefährlich werden sie dann, wenn sie z. B. durch eine Wunde in die Blutbahn gelangen. Dies kann sowohl im Haushalt oder bei Gartenarbeiten durch kleine Verletzungen geschehen. Besonders Holzsplitter oder Dornen von Pflanzen stellen ein hohes Infektionsrisiko dar, da dadurch die Bakterien tief in das Gewebe eingebracht werden können, wo in der Regel auch eine sauerstofffreie oder sauerstoffarme Umgebung vorherrscht, die diese zur Vermehrung benötigen. Gleichzeitig entsteht nur eine winzige Wundfläche, die zudem noch durch den Splitter oder Dorn wirksam gegen das Eindringen von Luftsauerstoff abgedichtet wird. Ein sofortiges Entfernen der Fremdkörper und Auswaschen der Wunde ist daher in jedem Falle dringend erforderlich. Aber auch jede andere verschmutzte Wundfläche kann Ausgangspunkt für eine Infektion sein.

Ist die Infektion, z. B. über Sporen, erst einmal erfolgt, dann gehen diese im Gewebe in die eigentliche, vermehrungsfähige Form über und beginnen sich zu teilen. Dabei wird das Toxin Tetanoplasmin gebildet und gelangt über die Blut- oder Nervenbahnen ins Gehirn, wo es spezielle Schaltstellen, die für das Funktionieren der Muskeln verantwortlich sind, hemmt und dadurch die Krämpfe auslöst.