Medizin-Fachbegriffe von A - Z

 
 
Sie sind hier: Home Lexikon F Fettembolie
 

Fettembolie

PDF Drucken E-Mail
Unter einer Fettembolie verstehen Mediziner das Verschließen einer Ader durch Fetttröpfchen. Infolge von Knochenbrüchen, insbesondere sehr markhaltiger Knochen können Teile des fetthaltigen Marks oder Gewebefett in die Blutbahn gelangen. Dort wird es weitertransportiert und erreicht über die rechte Herzhälfte schließlich in die Kapillaren der Lunge, wo es zu einer Lungenembolie kommen kann. Auch Fettablagerungen in feinen Hirngefäßen sind möglich.

Eine Lungenembolie infolge von Fettablagerungen in der Lunge kann sich in Atemnot, Herzrhythmusstörungen und dem Stillstand des Herz-Kreislauf-Systems ausdrücken. Ursachen einer Fettembolie können neben Knochenbrüchen auch Quetschungen von Weichteilen, Verbrennungen und die Injektion fetthaltiger Substanzen ins Blut sein. Speziell in der Unfallchirurgie und bei gynäkologischen Eingriffen stellen Fettembolien Herausforderungen da.

Die Behandlung einer Fettembolie erfolgt medikamentös oder durch einen operativen Eingriff. Durch angiologische Untersuchungen der Blutgefäße kann die Anfälligkeit für Fettembolien ermittelt werden.

Seite weiterempfehlen