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Studie: Fettreserven sind gesund

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Freitag, den 02. April 2010 um 16:56 Uhr
Geschrieben von: Marc Bohländer (Redakteur)   
Schon seit langem sind Begriffe wie der Body-Mass-Index (BMI) im Allgemeinwissen fest verankert genau wie die Annahme, dass Menschen mit mehr Körperfett ungesünder leben. Dies muss nun neu überdacht werden wie jüngste Studien beweisen.
Den Ausschlag für eine hitzige Diskussion liefert eine US-Studie des National Cancer Institute in Bethesda (Maryland), welche sich auf den Lebensverlauf von mehr als 80.000 Menschen stützt. Diese besagt, dass Menschen mit einem BMI von 25 bis 30 wesentlich länger leben, obwohl diese Werte als übergewichtig eingestuft werden.

Laut dem Studienleiter Michael Freedman sei der Zusammenhang des BMI und dem Sterberisiko offenbar viel komplizierter, als die Allgemeinmedizin bisher angenommen hatte. Zudem steigere mehr Körperfett die Lebensfreude und kräftigt die mentale Konstitution. Geschichtsexperten sehen in den Ergebnissen der Studie sogar eine Rückbesinnung auf Jahrtausende alte Erkenntnisse, da korpulente Körper und dickere Frauen in der Menschheitsgeschichte oft als Symbole für Fruchtbarkeit, Reichtum und Gesundheit verstanden wurden.

Dennoch steht dem entgegen, dass bei erhöhtem Körperfett Diabetes entstehen kann, was aber entgegengesetzt der öffentliche Meinung genau so bei untergewichtigen Menschen auftreten kann, da die Ursachen bei der Entstehung von Diabetes zwar unterschiedlich sind, die Zusammenhänge aber bei Übergewichtigen und Untergewichtigen gleich sind.

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