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Arthrose: Vielmehr chronische Krankheit als altersbedingtes Phänomen

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Montag, den 05. Juli 2010 um 12:03 Uhr
Geschrieben von: Andreas Broda (Redakteur)   
Das bestehende Bild der Volkskrankheit Arthrose wird um eine neue Theorie erweitert: Der Orthopädieprofessor Henning Madry ist der Auffassung, dass die Krankheit keinen tatsächlichen Gelenkverschleiß darstelle. Vielmehr sieht er Arthrose als eine chronische Erkrankung, also beispielsweise wie Diabetes.

Seiner Auffassung nach solle man sich von der Vorstellung loslösen, dass sich der Knorpel aufgrund des hohen Lebensalters eigenständig abreibe. Es gilt zu beachten, dass auch jüngere Menschen von der Krankheit betroffen seien. Im krassen Gegensatz stehen hierzu äußerst bejahrte Menschen, bei denen sich kein Zeichen des vermeintlichen Knochenabriebs zeigt.

Hieraus lässt sich nach Auffassung des Experten ein Rückschluss auf den chronischen Charakter der Krankheit ziehen. Madry lehrt übrigens an der Universität des Saarlandes, wo er den bundesweit einzigen Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie besetzt.

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