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Höhenverträglichkeit ist genetisch bedingt

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Donnerstag, den 03. Juni 2010 um 14:23 Uhr
Geschrieben von: Marc Bohländer (Redakteur)   
Die Frage, warum manche Menschen große Höhen besser vertragen als andere scheint geklärt. Tibeter beispielsweise, die auf dem „Dach“ der Welt leben, weisen zehn Gene auf, die es ihnen einfacher machen, in Höhen gut zu leben.


Wissenschaftler der University of Utah kamen jetzt zu dem Schluss, dass dies auf die DNA zurückzuführen ist. Andere Menschen erkranken häufig in großer Höhe wie im Gebirge des Himalaya. Zwei der Gene weisen auf Hämoglobin hin: dies ist im Körper für den Transport von Sauerstoff verantwortlich. Die im Wissenschaftsmagazin „Science“ veröffentlichten Ergebnisse können laut Experten auf BBC dazu beitragen, neue Behandlungsmöglichkeiten für schwere Formen von Höhenkrankheit zu finden. In großen Höhen kann es aufgrund des Sauerstoffmangels zum Ausbruch der Höhenkrankheit kommen.


Besonders sind das Gehirn und die Lunge davon betroffen. Gebirgsbewohner scheinen aufgrund langer genetischer Selektion hiervon ausgeschlossen. Die Gene, die für diese Anpassungsleistung verantwortlich zeichnen, wurden nun erstmals identifiziert. Hierfür wurden DNA-Proben von 75 Dorfbewohnern entnommen, die auf einer Höhe von 4.500 Metern wohnhaft sind. Daraufhin wurde mit Proben von Japanern und Chinesen verglichen, die niedriger leben.

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