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Narkolepsie in China bedingt durch Schweinegrippe

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Donnerstag, den 25. August 2011 um 15:08 Uhr
Geschrieben von: Marc Bohländer (Redakteur)   
Die Narkolepsie-Erkrankungen in Peking haben sich im Frühjahr 2010 verdreifacht. Verantwortlich dafür ist laut einer Studie des Peking University People's Hospital die Schweinegrippe-Pandemie des vorangegangenen Winters. Dies berichtet das Nachrichtenportal pressetext.


NewScientist zufolge wird die erhöhte Anzahl an Narkolepsie-Erkrankungen mit der Verwendung eines Impfstoffes gegen die Schweinegrippe in Zusammenhang gebracht. Verantwortlich dafür sind dem Bericht zufolge Zusätze, die die Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff verbessern sollen. Das Team um Fang Han bestätigt diesen Zusammenhang nicht vollständig. Die Anzahl der Narkolepsie-Kranken habe in China beständig zugenommen und nur wenige Personen hätten sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen, heißt es. Diejenigen, die die Impfung erhielten, hätten den Impfstoff ohne Zusätze bekommen.


Die Forscher aus China warfen deshalb die Frage auf, ob die Schweinegrippe selber verantwortlich sein kann. Hierfür wurden Krankenakten von 906 Patienten analysiert, die seit 1998 in das Peking University People's Hospital eingeliefert worden waren. Dabei wurde ein schon vor der Einführung des Impfstoffes jahreszeitlicher Rhythmus ersichtlich. Im April wurden regelmäßig Höchstwerte erzielt, im November nahmen die Erkrankungen ab. Nach der Pandemie waren die Spitzenwerte deutlich höher. Juliette Faraco vom Stanford University's Center for Narcolepsy zufolge lässt es sich nicht definitiv feststellen, dass die Schweinegrippe Narkolepsie auslöst. „Wir gehen jedoch davon aus, dass diese Forschungsergebnisse ein deutlicher Hinweis sind."

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