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Schlafmangel: Konzentration und Leistungsfähigkeit sinkt

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Dienstag, den 26. Januar 2010 um 13:44 Uhr
Geschrieben von: Marc Bohländer (Redakteur)   
Entgegen der landläufigen Meinung lässt sich Schlafentzug nicht nachholen. Wer also während der Woche zu wenig schläft, kann dies auch am Wochenende nicht wettmachen.


Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung von Forschern des Bostoner Brigham and Women`s Hospitals. Menschen mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten seien deshalb besonders anfällig für Fehler, so die Forscher. Manfred Walzl, Neurologe und Psychiater der Landesnervenklinik Graz erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal pressetext: „Nach 17 Stunden Wachzeit am Stück reagiert der Mensch so, wie wenn er 0,5 Promille Alkohol im Blut hätte, nach 24 Stunden sogar wie bei 1,0 bis 1,2 Promille. Dauert die Wachzeit deutlich länger, beginnen Halluzinationen."


Walzl sieht die Ergebnisse im Einklang mit bisherigen Erkenntnissen. „Viele Katastrophen der Technik sind auf Schlafmangel zurückzuführen. Etwa beim Tschernobyl-Unglück war ein großer Teil der Mannschaft über die gesamte 36-stündige Dauer des Versuchsprogramms beteiligt und interpretierte einen Befehl falsch. Ähnlich war die Situation bei der Giftgaskatastrophe im indischen Bhopal oder bei der Explosion der Raumfähre Challenger", so der Grazer Schlafspezialist.

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