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Tinnitus: Behandlungserfolg mit Musik

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Freitag, den 13. November 2009 um 10:47 Uhr
Geschrieben von: Redaktion   

Menschen mit Tinnitus können sich über eine Therapie gegen das Rauschen im Ohr freuen. Musik setzt sich gegen das störende Rauschen bei einem Tinnitus durch. Anhand einer Studie konnten Forscher den Nutzen von der Musiktherapie belegen.



Tinnitus wird von verschiedenen Geräuschen begleitet. Es gibt sogenannte tonale Beschwerden, wie Pfeif-und Klingeltöne oder das Zirpen. Geräusche, die „nicht tonal“ sind, sind das Rauschen, Knacken, Knistern oder Surren. Es war schon bekannt, dass die Musikwirkung tonale Beschwerden erfolgreich lindern kann. Nach dem sogenannten Heidelberger Modell hat sich die Behandlung einer Studie zufolge schon positiv bewährt. Wissenschaftler vom deutschen Zentrum für Musiktherapie haben untersucht, ob sich die Musik auch positiv auf nicht-tonale Geräusche auswirkt.


Fünf Tage wurden 23 Personen, die an chronischem Tinnitus litten, mit der Musiktherapie nach dem Heidelberger Modell behandelt. 21 Teilnehmer stellten eine deutliche Verbesserung fest. Die Beschwerden verschlechterten sich auch nach sechs Monaten nicht. Zudem scheint das Herz-Kreislauf-System einen Einfluss auf den Tinnitus zu haben, denn 43 Prozent der Probanden hatten einen hohen Blutdruck. Hatten die Teilnehmer am Schluss der Untersuchung ihren Puls und Blutdruck unter Kontrolle hatten, so waren ihre Beschwerden nach sechs Monaten geringer.


Mithilfe einer Kernspintomographie (MRT) konnten die Forscher den Erfolg der Behandlung sichtbar darstellen. Veränderungen in den entsprechenden Gehirnstrukturen waren im Verlauf der Therapie deutlich zu erkennen.


Welche Rolle das Herz-Kreislauf-System spielt und wie sich die Musik auf Dauer auf das Tinnitus-Rauschen auswirkt, das muss noch untersucht werden.

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