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Kontaktlinsen: falsche Pflege steigert Infektionsrisiko

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Freitag, den 02. Oktober 2009 um 12:42 Uhr
Geschrieben von: Marc Bohländer (Redakteur)   
Falsche Pflege und falsch anpasste Kontaktlinsen können die Hornhaut massiv schädigen. Zu den häufigsten Fehlern zählt das Schlafen mit den Linsen und die Reiningung der Sehhilfen mit Leitungswasser.


Eine aktuelle Studie besagt zudem, dass Patienten die ihre Kontaktlinsen im Internet erwerben eine größeres Infektionsrisiko tragen. Da ein konkreter Ansprechpartner fehle, mangele es an kompetenter Beratung, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). „Das ist weniger auf Qualitätsmängel zurückzuführen. Es liegt sehr wahrscheinlich eher daran, dass beim Onlinekauf nur unzureichend über eine sachgerechte Pflege der Linsen informiert wird", sagt Professor Dr. med. Berthold Seitz, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar.


Die Hornhaut ist ein klares Gewebe ohne Gefäße. Über den Tränenfilm wird sie mit Sauerstoff versorgt. Kontaktlinsen können dies behindern. „Der Körper hilft sich dann selbst: Kleine Äderchen sprießen in die Hornhaut ein und führen mit dem Blut Sauerstoff heran", erklärt Seitz. Betroffene spüren zunächst nichts. Erst im fortgeschrittenen Stadium machen sich Seheinschränkungen bemerkbar. Als Faustregel gilt, dass Kontaktlinsenträger mindestens zweimal im Jahr dem Augenarzt einen Besuch abstatten sollten.