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Nächtliches Zähneknirschen bleibt nicht ohne Folgen

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Donnerstag, den 29. April 2010 um 17:00 Uhr
Geschrieben von: Marc Bohländer (Redakteur)   
Das nächtliche Zähneknirschen hat mitunter eine massive Auswirkung auf die Gesundheit. Erwachsene Menschen reiben im Schlaf die Zähne aufeinander und pressen Ober- und Unterkiefer mit großer Kraft zusammen – all dies erfolgt unbemerkt und ist Ausdruck von Stress, der sich tagsüber ereignet hat.


Die Folgen spürt man am nächsten Morgen: Betroffene klagen oft über Kiefer-, Kopf- und Nackenschmerzen. Nachhaltige Schäden durch Zähneknirschen, fachsprachlich Bruxismus, können am gesamten Kauapparat auftreten. „Unter regelmäßigem Zähneknirschen leiden Zähne und Kiefer, aber auch die gesamte Gesichtsmuskulatur nimmt bei starkem Knirschen Schaden“, warnt Dr. Achim G. Nesselrath, Ratinger Fachzahnarzt für Kieferorthopädie und Bundesvorstand des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden (BDK).


Beim Knirschen wirken laut Experten enorme Kräfte: bei Frauen tritt ein Druck von bis zu 300 Kilogramm auf, bei Männern wirken sogar Kräfte von bis zu 400 Kilogramm auf die Zahnreihen. Die Zahnoberflächen schleifen immer mehr ab, gesunde Zähne erkranken und Entzündungen drohen.


„Regelmäßige Kopf- oder Ohrenschmerzen nach dem Aufwachen, Sehstörungen, Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich oder eine Art Muskelkater im Gesicht lassen auf nächtliches Zähneknirschen schließen“, so Dr. Nesselrath. Es sollte ein Spezialist aufgesucht werden, um eine kieferorthopädische Ursache auszuschließen. Eine sogenannte Okklusionsschiene beugt der Schädigung von Zahnsubstanz vor.


„Betroffene tragen diese individuell angepasste Schiene nachts und entlasten damit ihren Kiefer sowie das Kiefergelenk, da sie die Zahnreihen so auf Abstand halten“, so Nesselrath. Angestrebt werden müsse aber immer auch eine Behebung der Ursachen, so der Experte.

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