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Nebenwirkungen der Schweinegrippeimpfung

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Montag, den 09. November 2009 um 11:25 Uhr
Geschrieben von: Redaktion   


Die Impfungen gegen die Schweinegrippe laufen bereits seit dem 26. Oktober. Doch nicht alle Nebenwirkungen des Schweinegrippeimpfstoffs Pandemrix konnten ermittelt werden. Studienergebnisse über die Verträglichkeit für Kinder und Schwangere fehlten. Doch die deutschen Behörden waren sich einig, dass der Stoff sicher ist. Auch in anderen europäischen Ländern begann die Massenimpfung.



Es gab einige Experten, die vor unerwünschten Nebenwirkungen warnten. Diese ließen auch nicht sehr lange auf sich warten, denn bereits am 29. Oktober veröffentlichte die schwedische Arzneimittelbehörde Lädemedelverket ihren ersten Zwischenbericht. Sie werteten 700 Rückmeldungen über die Nebenwirkungen aus, die bei Ärzten und Patienten auftraten.


So zeigten sich bei 37 Patienten allergische Reaktionen als direkte Folge der Impfung. In 15 Fällen stuften schwedische Experten die Symptome als „schwerwiegend“ ein. Eine anaphylaktische Reaktion zeigte sich bei fünf Patienten. Dabei kann ein schwerer anaphylaktischer Schock zu einem tödlichen Kreislaufzusammenbruch führen.

In Deutschland gab es den ersten Patienten mit einer allergischen Reaktion. Ein Arzt aus Düsseldorf meldete am 3. November, dass ein 30-jähriger Patient einen Kreislaufkollaps erlitten hatte. Der Mann konnte nach einer Notfallbehandlung und einem Aufenthalt im Krankenhaus wieder nach Hause gehen. Diesen Vorfall bezeichnete das Paul-Ehrlich-Institut als „anaphylaktische Reaktion“. Allerdings bleibt offen, wie schwer die Reaktion war und ob der Patient in Lebensgefahr war.


Viele Bürger fragen sich angesichts solcher Meldungen, ob diese Nebenwirkungen unerwartet oder ungewöhnlich sind. Auf der Packungsbeilage der Europäischen Arzneimittelbehörde Emea zu Pandemrix steht, dass „allergische Reaktionen, die zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen und der unbehandelt zu einem Schock führen kann“ eher „selten“ auftreten. Dabei bedeutet „selten“, dass bei einem bis zehn von 10.000 Geimpften, diese Nebenwirkungen auftreten können. In dieser Größenordnung sind die allergischen Reaktionen in Deutschland also weit verbreitet. Wichtig ist, dass der Arzt, der die Impfung verabreicht, in so einem Fall sofort handelt.

Eine andere von der Emea als „sehr selten“ angegebene Nebenwirkung von Pandemrix, ist das sogenannte Guillian-Barré-Syndrom (GBS). Die Nerven entzünden sich vom Rückenmark ausgehend. Die Folge davon sind fortschreitende Lähmungen. Seit dem 1. November wird die Ausbreitung der Krankheit in einem separaten Forschungsprogramm beobachtet.


Das Syndrom taucht laut der Packungsbeilage bei weniger als einem von 10.000 Pandemrix-Geimpften auf. Aber wie die Krankheit mit der Impfung zusammenhängt, ist für die Medizin bis heute noch nicht geklärt. Dem Paul-Ehrlich-Institut zufolge läuft das Forschungsprogramm bis Ende Semptember 2010.


Die schwedische Arzneimittelbehörde berichtete über fünf Todesfälle nach den Impfungen. In Zeiträumen zwischen zwölf Stunden und vier Tagen nach dem Impftermin sind die betroffenen Patienten gestorben. Das erklärt die schwedische Arzneimittelbehörde, die nach den Ursachen forscht, bisher aber noch nicht sicher ist, inwiefern eine Verbindung zwischen Tod und Impfung besteht.


Es sei generell schwer herauszufinden, inwieweit Nebenwirkungen und Todesfälle eindeutig auf die Schweinegrippe zurückzuführen sind.

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