Private Krankenversicherung - nicht immer die bessere Wahl |
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| Montag, den 16. Januar 2012 um 11:58 Uhr |
| Geschrieben von: Stephan Noske |
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Private Krankenversicherungen sind, selbst in ihren Basistarifen, bei vielen Leistungen wie der Zahnbehandlung, bei Vorsorgeuntersuchungen, Therapien und Hilfsmitteln großzügiger, als die gesetzlichen Krankenkassen - diese sind eben gesetzlich eingeschränkt und dürfen nur das absolut Notwendige bezahlen. Auf Chefarztbehandlung und ein Zweibettzimmer im Krankenhaus haben gesetzlich Versicherte keinen Anspruch. Wartezeiten auf Untersuchungstermine und operative Eingriffe sind in der Regel für einen privat Versicherten kürzer, auch wenn Ärztevertreter das bestreiten. Als Versicherter der PKV, muss man allerdings überlegen, ob alles was der Arzt vorschlägt auch sinnvoll ist, oder eher eine gute zusätzliche Einnahmequelle für eben diesen. Aufmerksamkeit ist auch nötig, was den Abrechnungssatz des Arztes angeht, denn nicht jeder private Versicherungstarif deckt diesen zu 100% ab, es werden mehr oder weniger hohe Selbstbeteiligungen fällig. Die Grundgebühren und die höchste zulässige Gebühr können sich aber leicht um mehr als hundert Prozent unterscheiden - es lohnt sich zur Veranschaulichung ein Blick in die Gebührenordnung für Ärzte. Bei den Kosten gibt es noch mehr zu bedenken: für einen alleinstehenden Selbstständigen kann der Basistarif einer privaten Krankenversicherung günstiger sein, als der freiwillige Beitrag zu einer gesetzlichen Krankenkasse. Auch ein gut verdienender Angestellter, der die Beitragsbemessungsgrenze überschritten hat und in die private Versicherung wechseln kann, kommt auf den ersten Blick günstiger davon. Aber man darf nicht übersehen, dass in der gesetzlichen Krankenkasse Ehepartner und Kinder beitragsfrei versichert sind - in der PKV werden für jedes Familienmitglied Beiträge fällig. Dazu müssen Leistungen wie Krankentagegeld und Kinderkrankengeld zusätzlich versichert werden. In der privaten Versicherung steigen die Beiträge mit zunehmendem Alter erheblich - auch das ist in der gesetzlichen Kasse nicht der Fall. Wer also eine Familie gründen möchte, oder schon eine hat, sollte überlegen, ob er nicht mit einer gesetzlichen Krankenkasse plus privaten Versicherungen für zusätzliche Leistungen besser fährt, denn der Weg aus der PKV zurück in die GKV ist meistens nicht möglich. |




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