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Schweinegrippe: Säuglinge sind stark gefährdet

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Dienstag, den 17. November 2009 um 12:20 Uhr
Geschrieben von: Redaktion   

Bei der zurzeit grassierenden Schweinegrippe haben besonders Neugeborene und Babys ein hohes Infektionsrisiko. Das geht aus einer Experten-Einschätzung hervor.


Professor Reinhard Berner ist Oberarzt im Zentrum für Kinder-und Jugendmedizin an der Freiburger Uniklinik. Auch er sagt, dass Säuglinge das höchste Risiko einer Infektion tragen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ/Köln) weist nochmal darauf hin, dass der Grippe-Impfstoff für Säuglinge unter sieben Monaten nicht zugelassen ist. Wenn ein Säugling erkrankt, müssen die Ärzte es mit Tamiflu behandeln. Dabei ist das Medikament für Babys nicht zugelassen und es gibt auch keine Dosierungsempfehlungen.


In Berlin ist heute ein 21 Monate alter Junge einen Tag nach der Schweinegrippe-Impfung gestorben. Das Kind hatte einen angegebenen Herzfehler und seine Lungenfunktion war stark eingeschränkt. Das geht aus einem Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts hervor.


Das Kind sollte eine Herz-/Lungentransplantation bekommen, entwickelte aber 30 Stunden nach der Impfung leichtes Fieber.


Obwohl es beatmet wurde, starb das Kind an einen Lungeninfarkt. In Deutschland werden sieben Todesfälle im Zusammenhang mit der Impfung mit „Pandemrix“ untersucht. Bisher wurden bereits 4,9 Millionen Impfstoffdosen an die Bundesländer ausgeliefert.