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Impfstoff gegen HIV?

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Mittwoch, den 12. Mai 2010 um 15:40 Uhr
Geschrieben von: Marc Bohländer (Redakteur)   
US-amerikanische Forscher sind laut eigenen Angaben der Erkenntnis nähergekommen, weshalb manche Menschen einen natürlichen Schutz gegen die Immunschwäche HIV besitzen.

Teams des Massachusetts Institute of Technology MIT und der Harvard University halten es für erwiesen, dass die wenigen Menschen bei denen Aids nur langsam entsteht, über weiße Blutkörperchen verfügen, die das Virus besser bekämpfen können. Die Forschungsergebnisse der Wissenschaftler wurden jetzt im Magazin „Nature“ veröffentlicht. Sie können womöglich einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs gegen Aids leisten. Allerdings könne man mit einem derartigen Impfstoff frühestens in zehn Jahren rechnen, so die Wissenschaftler Arup Chakraborty (MIT) und Bruce Walker (Harvard University).

Gegenstand der aktuellen Forschungen sind die so genannten Elite-Controller. Dieser Begriff bezeichnet jene Menschen, die bei einer Infektion nur sehr langsam oder gar nicht an Aids erkranken. In den neunziger Jahren fand man heraus, dass sie mit HLA B57 über ein spezifisches Gen verfügen. Dieses Gen erlaubt dem Körper die Bildung von stärkeren Killer-T-Zellen, die Infektionen bekämpfen. Damit scheint es möglich zu sein, das Virus unter Kontrolle zu halten.


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