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ADHS: Neue Therapiemöglichkeiten

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Dienstag, den 20. April 2010 um 12:32 Uhr
Geschrieben von: Redaktion   
Das Krankheitsbild bei ADHS-betroffenen Kindern zeichnet sich durch Impulsivität, Konzentrationsschwäche, Gemütsschwingungen und gesteigerter Reizbarkeit aus. Als landläufige Therapieform gilt Ritalin, dessen Wirkstoff Methylphenidat Hyperaktivität hemmt und somit die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit steigert.

Eine Untersuchung der Nottingham-Universität ergab jedoch, dass auch alternative Behandlungsmethoden erfolgsversprechend sein können: Sie ließen betroffene Kinder ein eigenes Computerspiel entwerfen, welches das Fangen von Außerirdischen einer bestimmten Farbe mit Punkten belohnt. Hierzu mussten natürlich Außerirdische anderer Farben ignoriert werden.

Mittels eines Elektroenzephalogramms (EEG) wurde die Gehirnaktivität daraufhin untersucht, ob unmittelbare Belohnung einen Ausschlag auf gewünschtes Verhalten im Gehirn besitzt. Hierzu wurde eine Spielvariante entwickelt, die korrekte Spielweise mit verfünffachter Punktzahl belohnt, Fehler jedoch mit einem ebensolchen Punktabzug bestraft. Aus den Beobachtungen der Forscher ging hervor, dass sich die Leistungsfähigkeit der Kinder durch den Bonus maßgeblich verbesserte. Von fundamentaler Wichtigkeit jedoch ist, dass die Belohnung unmittelbar erfolgt.

Die Effektivität dieses sogenannten Bonussystems sei zwar geringer als die einer Ritalinbehandlung, dennoch ist der Wirkungsmechanismus in den Hirnregionen derselbe. Chris Hollis, Leiter der Studie, schlussfolgert, dass eine Kombination von Ritalin und des Belohnungssystems die besten Ergebnisse erbringt. Somit könne die ADHS-Therapie bei Kindern mit weitaus weniger Medikamentengebrauch ablaufen.

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