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Alkoholsucht: kombinierte Therapie

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Donnerstag, den 17. September 2009 um 13:54 Uhr
Geschrieben von: Marc Bohländer (Redakteur)   
Bei Alkoholabhängigkeit kann eine Kombinationstherapie aus Entgiftung und Psychotherapie merklich höheren Erfolg vorweisen als herkömmliche Therapien. Besonders die hohe Rückfallquote von bis zu 80 Prozent stellt ein großes Problem beim Alkoholentzug dar.


„In der Zwischenzeit ist die Kombinationstherapie - die sogenannte Qualifizierte Entzugsbehandlung (QE) - ein Standard geworden", meint Studienautor Karl Mann von der Klinik für Abhängiges Verhalten in Mannheim am Zentralinstitut für seelische Gesundheit. Die sogenannte QE beinhaltet eine zwei- bis dreiwöchige stationäre Therapiephase mit Einzel- und Gruppengesprächen und ein einjähriges ambulantes Anschlußprogramm in Form einer Selbsthilfegruppe.


„Die Idee dieser Therapie fußt auf einer Krankheitseinsicht des Betroffenen. Ein zusätzlicher positiver Faktor ist die leichtere Orientierung des Patienten an seinen Mitpatienten", so Mann.


Dabei könne er sehen, dass es auch andere Menschen gibt, die Ähnliches durchgemacht haben. „Schon während des stationären Aufenthalts präsentieren sich in Wochenabständen verschiedene Selbsthilfegruppen, aus denn der Betroffene schließlich jene wählt, die ihm persönlich am meisten zusagt", erklärt der Mediziner. Die Erfolgsquote der Kombinationtherapie liegt nach einem halben Jahr zwischen 50 und 60 Prozent.

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