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Mangelhafte Therapie für Herzinfarkt-Patienten

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Dienstag, den 13. April 2010 um 13:50 Uhr
Geschrieben von: Redaktion   
Die DGK, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, hat im Rahmen ihres 76. Jahrestages offen bemängelt, dass Herzinfarkt-Patienten oftmals eine mangelhafte medikamentöse Therapie zukommt.

Die Kombination von fünf Medikamenten, bezeichnet als die optimale medikamentöse Therapie (OMT), senke zwar nachweislich die Sterblichkeitsrate bei Herzinfarkt-Patienten, jedoch sei die Versorgung mehr als unzureichend. Weniger als 50 Prozent der Betroffenen bekämen die OMT tatsächlich verschrieben, kritisiert die DGK im Hinblick auf eine aktuelle Studie.

Diese ergibt, dass 89 Prozent aller Patienten nach einem Herzinfarkt Aspirin verschrieben bekommen, 90 Prozent Betablocker, 84 Prozent Statine, 81 Prozent einen Renin-Angiotensin-Hemmer und 70 Prozent ein Thienopyridin. Peter Bramlage, Institut für kardiovaskuläre Pharmakologie und Epidemiologie Mahlow, berichtet, dass lediglich im Falle von 46,2 Prozent die OMT verschrieben wird.

 Ferner berichtet Bramlage, dass die Sterberate bei OMT-Patienten, verglichen mit Patienten die lediglich mit einem oder ganz ohne Medikament therapiert werden, um 74 Prozent verringert sei.

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