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Winterdepression: Gründe und Maßnahmen

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Dienstag, den 16. Februar 2010 um 13:08 Uhr
Geschrieben von: Marc Bohländer (Redakteur)   
In der kalten Jahreszeit kann es einen erwischen: Die Wintermonate ziehen sich, die Tage sind überwiegend bedeckt und grau, bereits am Nachmittag ist man übermüdet. Schnell macht sich eine negative Grundhaltung breit.


Es ist allerdings wichtig zwischen einer echten Winterdepression und einem „Winterblues“ zu unterscheiden. Im Gegensatz zur Wintermisere ist die Winterdepression eine echte und ernstzunehmende Depression. Auffällig bei der Winterdepression ist die mangelnde Energie, gedrückte Stimmung, Heißhunger und ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Ihr wichtigstes Symptom ist, dass sie mit der dunklen Jahreszeit im Herbst beginnt und im Frühjahr, mit zunehmendem Licht, wieder endet.


Die Winterdepression ist eine „saisonal abhängige" Depression, die erst dann als „Winterdepression“ bezeichnet wird, wenn sie in aufeinander folgenden Wintern erneut mit dem Wechsel der Jahreszeit auftritt. Ein Mangel des Botenstoffes Serotonin und ein Überschuss an Melatonin sind als Ursache für die Winterdepression ausgemacht worden. Wenn im Winter zu wenig Tageslicht auf die Netzhaut trifft wird die erhöhte Melatonin-Ausschüttung nicht gebremst.


Mittlerweile kann viel gegen eine Winterdepression getan werden: klassische Antidepressiva werden hier allerdings nur selten eingesetzt. Der entscheidende Faktor ist vor allem das fehlende Licht, dass sich aber leicht per Lichttherapie ersetzen lässt. Mittels einer solchen Therapie werden die Tage künstlich verlängert. Der Serotonin-Spiegel kann zudem auch wieder mit Johanniskraut ins Gleichgewicht gebracht werden.

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